37
Immanuel Kant
Eigh. Brief. m. U. an Prof. Samuel Gottlieb Wald, 1791.
Schätzpreis: € 15.000
37
Immanuel Kant
Eigh. Brief. m. U. an Prof. Samuel Gottlieb Wald, 1791.
Schätzpreis: € 15.000
Befreiung vom Mititärdienst
Immanuel Kant
Philosoph, 1724-1804. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "I. Kant". O. O. (Königsberg), 7. Mai 1791. 1 S. (Doppelblatt). 35,5 : 21 cm. Mit eigenhändiger Adresse und rotem Lacksiegel.
• Brief an den Schulinspektor Samuel Gottlieb Wald
• Bitte um Auskunft, unter welchen Voraussetzungen drei Studenten von der Militärpflicht befreit werden können
• Wichtiges Zeugnis für Kants Amtsgeschäfte als Universitätsprofessor
Adressiert an den Theologen und Gräzisten Samuel Gottlieb Wald (1762-1828) in Königsberg, seit 1788 erster Inspektor des Friedrichscollegs, des akademischen Gymnasiums, aus dem auch Kant selbst hervorgegangen war.
In dem vorliegenden Schreiben befaßt sich Kant mit einer verwaltungstechnischen Frage im Spannungsfeld von universitärer Ausbildung und militärischer Einberufungspflicht im preußischen Staat. Drei junge Männer aus Elbing haben Reifezeugnisse ihres Gymnasiums vorgelegt, "aber auf ihrem Zeugnisse steht nicht: welchen Standes Eltern Kinder sie sind und ob sie enrollieret [militärisch eingeschrieben], ingleichen unter welchem Regiment sie es sind".
Kant weist darauf hin, daß laut königlichem Reskript ein sogenannter "Erlaubnisschein" oder Regimentsabschied erforderlich sei, um vom Militärdienst befreit zu werden und ein Universitätsstudium aufnehmen zu können.
Mit charakteristischer Klarheit und Pragmatik schildert Kant die Problematik, daß den Studierenden in diesem Fall nicht einfach "auf ihr Wort" geglaubt werden könne, und ersucht Wald um Auskunft über das korrekte Vorgehen: ob das Attest der Fakultät direkt an die Regimentschefs zu übersenden sei oder den Betroffenen zur eigenen Vorlage ausgehändigt werden solle.
Der Brief bietet einen aufschlußreichen Einblick in Kants Tätigkeit als akademischer Funktionsträger und dokumentiert zugleich die bürokratischen Rahmenbedingungen des spätaufklärerischen Universitäts- und Militärwesens in Preußen. - Eigenhändige Briefe von Kant sind selten.
- ZUSTAND: Geringfüg. fleckig, mit 2 alten Ergänzungen am Rand.
Kant asks the theologian and school inspector Samuel Gottlieb Wald for information on the conditions under which three students can be exempted from military service. Important testimony to Kant's official duties as a university professor. 1 p. (double leaf). With autograph address and red wax seal. - Rare.
Immanuel Kant
Philosoph, 1724-1804. Eigenhändiger Brief mit Unterschrift "I. Kant". O. O. (Königsberg), 7. Mai 1791. 1 S. (Doppelblatt). 35,5 : 21 cm. Mit eigenhändiger Adresse und rotem Lacksiegel.
• Brief an den Schulinspektor Samuel Gottlieb Wald
• Bitte um Auskunft, unter welchen Voraussetzungen drei Studenten von der Militärpflicht befreit werden können
• Wichtiges Zeugnis für Kants Amtsgeschäfte als Universitätsprofessor
Adressiert an den Theologen und Gräzisten Samuel Gottlieb Wald (1762-1828) in Königsberg, seit 1788 erster Inspektor des Friedrichscollegs, des akademischen Gymnasiums, aus dem auch Kant selbst hervorgegangen war.
In dem vorliegenden Schreiben befaßt sich Kant mit einer verwaltungstechnischen Frage im Spannungsfeld von universitärer Ausbildung und militärischer Einberufungspflicht im preußischen Staat. Drei junge Männer aus Elbing haben Reifezeugnisse ihres Gymnasiums vorgelegt, "aber auf ihrem Zeugnisse steht nicht: welchen Standes Eltern Kinder sie sind und ob sie enrollieret [militärisch eingeschrieben], ingleichen unter welchem Regiment sie es sind".
Kant weist darauf hin, daß laut königlichem Reskript ein sogenannter "Erlaubnisschein" oder Regimentsabschied erforderlich sei, um vom Militärdienst befreit zu werden und ein Universitätsstudium aufnehmen zu können.
Mit charakteristischer Klarheit und Pragmatik schildert Kant die Problematik, daß den Studierenden in diesem Fall nicht einfach "auf ihr Wort" geglaubt werden könne, und ersucht Wald um Auskunft über das korrekte Vorgehen: ob das Attest der Fakultät direkt an die Regimentschefs zu übersenden sei oder den Betroffenen zur eigenen Vorlage ausgehändigt werden solle.
Der Brief bietet einen aufschlußreichen Einblick in Kants Tätigkeit als akademischer Funktionsträger und dokumentiert zugleich die bürokratischen Rahmenbedingungen des spätaufklärerischen Universitäts- und Militärwesens in Preußen. - Eigenhändige Briefe von Kant sind selten.
- ZUSTAND: Geringfüg. fleckig, mit 2 alten Ergänzungen am Rand.
Kant asks the theologian and school inspector Samuel Gottlieb Wald for information on the conditions under which three students can be exempted from military service. Important testimony to Kant's official duties as a university professor. 1 p. (double leaf). With autograph address and red wax seal. - Rare.
Aufgeld und Steuern zu Immanuel Kant "Eigh. Brief. m. U. an Prof. Samuel Gottlieb Wald"
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Auf die Summe von Zuschlag und Aufgeld wird die gesetzliche Umsatzsteuer von 7 % erhoben.
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Zuschläge über € 200.000: Teilbeträge bis einschließlich € 200.000 34 %, Teilbeträge über € 200.000 29 % Aufgeld.
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